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Beachtennis-Regeln

Es gibt zwei Beachtennis-Varianten und somit auch zwei Regelbücher. Wir haben beide Versionen notiert: zum einen die Variante mit Tennisschlägern und zum anderen die Version mit Paddle-Schlägern.

Beachtennis-Regeln mit Tennisschlägern [Beachtennis-Regeln mit Tennisschlägern als PDF]

Beachtennis mit Tennisschlägern wird hauptsächlich in Deutschland und in den USA gespielt. Zudem gibt es in Spanien vereinzelt Turniere, bei denen mit den üblichen Tennisschlägern gespielt wird.

Die Feldabmessungen

Deutsche Beachtennis-Meisterschaften in Esslingen 2003

Beachtennis vor spektakulärer Kulisse in Esslingen 2003

Das Einzelfeld hat die Maße 18x6 Meter, das Doppellfeld 18x9 Meter. Das Netz ist 1,60 Meter hoch und kann/darf an den Seiten umspielt werden. Die Freizone an Seiten- und Grundlinien sollte etwa drei Meter betragen. Das Feld umfassen je zwei Einzel- bzw. Doppelseitenlinien.

Netz/Pfosten/Bälle

Das Netz entspricht einem handelsüblichen Tennisnetz, kann aber auch etwas großmaschiger sein (Ein Durchfliegen des Balles durch die Maschen sollte jedoch nicht möglich sein). Das Netz muss die gesamte Feldbreite überspannen (Einzel 6 Meter, Doppel 9 Meter), in der Mitte des Feldes aufgestellt werden und muss (in der Mitte gemessen) eine Höhe von 1,60 Metern haben. Die Pfosten müssen verstellbar und stabil sein um die Netzspannung und -höhe zu erreichen und stehen außerhalb des Feldes. Die Bälle sind handelsübliche Methodikbälle und unterscheiden sich farblich deutlich vom Sand.

Punkt-, Satz- und Spielgewinn

Die deutschen Vizemeisterinnen Anne Tabor und Stefanie Krohe 2006 im Fildorado

Die deutschen Vizemeisterinnen Anne Tabor und Stefanie Krohe 2006 im Fildorado

Das Spiel beginnt mit dem Losen um Aufschlag oder Platzseitenwahl. Der Sieger der Wahl kann Aufschlag, Rückschlag oder Seite wählen. Der Aufschläger darf beim Aufschlag das Spielfeld nicht berühren, bevor er den Ball gespielt hat. Der Ball wird mit Aufschlag von unten ins Spiel gebracht. Beim Aufschlag kann das ganze gegnerische Feld angespielt werden. Es gibt nur einen Aufschlagversuch. Bei Netzberührung wird weitergespielt. Der Ball darf, wie im normalen Tennisspiel, einmal springen. Da der Sand dies meist verhindert, wird er im Allgemeinen mit Volleys im Spiel gehalten. Bei festem sandigem Untergrund ist ein Tennisspiel mit einmaligem Aufspringen des Balles möglich. Ein Satz endet mit sechs Gewinnspielen bei einem Vorsprung von zwei Gewinnspielen, wie im Tennis üblich. Bei 6:6 tritt die normale Tiebreak-Regelung in Kraft. Es gilt die traditionelle Zählweise mit 15, 30, 40 und Spiel mit einer Einschränkung: Die Zählweise der einzelnen Spiele erfolgt im Modus "no ad", das heißt, bei Einstand entscheidet der nächste Ball über den Spielgewinn.

Der Modus

Im Allgemeinen wird im so genannten Ligasystem gespielt, das heißt, in Gruppen spielt jeder gegen jeden einen Satz. Zwei Gewinnsätze werden nur in den Endrunden unter Anwendung des K.O.-Systems gespielt.

Der Schiedsrichter

Im Einvernehmen mit den Spielern wird ein Schiedsrichter bestellt. Es ist jedoch - nach Absprache - erlaubt, selbst das Schiedsrichteramt auszuüben, da die Abdrücke des Balles im Sand deutlich sichtbar sind. Dabei entscheidet jeder Spieler auf seiner Seite. Bei Unstimmigkeiten wird in jedem Falle ein neutraler Schiedsrichter durch die Turnierleitung bestellt.

Vorbereitung des Spiels

Das deutsche Team bei den WM 2007 in Marina di Ravenna

Das deutsche Team bei den WM 2007 in Marina di Ravenna

Der Gewinner des Auslosens wählt entweder das Recht, den Aufschlag auszuführen bzw. ihn anzunehmen, oder die Spielfeldseite. Dem Verlierer bleibt die Alternative. Vor dem Spiel ist die Einspielzeit auf fünf Minuten begrenzt. Spieler im Doppel dürfen nicht ausgewechselt werden. Vor dem Aufschlag müssen sich die Spieler vergewissern, ob die Gegner spielbereit sind. Es gibt keine Positionsfehler.

Zustand des Spiels

Der Ball ist mit Ausführung des Aufschlages von unten im Spiel. Der Ball ist innerhalb, wenn er den Boden des Spielfeldes einschließlich der Begrenzungslinie berührt. Der Ball ist außerhalb, wenn er vollständig außerhalb der Begrenzungslinie auf den Boden fällt bzw. einen Gegenstand oder eine Person berührt. Der Ball muss mit einem Teil des Schlägers gespielt werden. Bei mehreren Fehlern zählt nur der zuerst begangene.

Das Spielen des Balles

Der schlagende Spieler darf den Ball nicht zweimal hintereinander berühren, berührt er ihn allerdings während des Durchschwungs, so ist dies erlaubt. Ein Zusammenprall der Schläger eines Doppels beim Schlag ist kein Fehler. Eine Hilfestellung durch Partner oder andere Geräte als den Schlägern ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht gefangen oder mit dem Schläger geworfen werden. Der Ball bleibt im Spiel, wenn er bei Überquerung das Netz berührt. Netzberührung durch einen Spieler ist nicht erlaubt. Wenn der Gegner nicht in Netznähe ist oder nicht behindert wird, ist ein kurzzeitiges Unterlaufen des gegnerischen Netzbereiches erlaubt, zum Beispiel nach einem Stopp des Gegners.

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Auszeiten und Verzögerungen

Das Spiel ist ohne Verzug fortzuführen. Wird der Ball nicht binnen 20 Sekunden nach Aufforderung durch den Schiedsrichter ins Spiel gebracht, erfolgt ein Punktverlust. Bei Verletzungen ist dem verletzten Spieler eine Behandlungspause von fünf Minuten zu geben. Wird das Spiel durch äußere Einflüsse unterbrochen, wird es anschließend beim selben Spielstand fortgesetzt. Eine Einspielzeit wird nicht gewährt.

Abweichende Beachtennis-Regeln mit Paddle-Schlägern [Abweichende Beachtennis-Regeln mit Padels als PDF]

Beachtennis mit Paddle-Schlägern wird fast in der ganzen Welt gespielt, wo Beachtennis angesagt ist. Hauptland ist zweifelsfrei Italien, aber auch unter anderem in Portugal, Frankreich, Belgien, Österreich und Kroatien wird mit Paddle-Schlägern gespielt.

Die Feldabmessungen

Das Einzelfeld hat die Maße 16x5 Meter, das Doppellfeld 16x8 Meter. Das Netz ist 1,70 Meter hoch. Die Freizone an Seiten- und Grundlinien sollte etwa zwei Meter betragen, nach oben muss an allen Punkten mindestens sieben Meter Platz sein.

Bälle/Schläger

Es wird mit MID-Bällen gespielt. Der Schläger darf nicht länger als 55 Zentimeter und nicht breiter als 30 Zentimeter sein. Die Schlagfläche darf 3,5 Zentimeter nicht überschreiten.

Punkt-, Satz- und Spielgewinn

In Italien und vielen anderen Ländern wird Beachtennis mit Padels
gespielt

In Italien und vielen anderen Ländern wird Beachtennis mit Paddle-Schlägern gespielt

Das Spiel beginnt mit dem Losen um Aufschlag oder Platzseitenwahl. Der Sieger der Wahl kann Aufschlag, Rückschlag oder Seite wählen. Der Aufschläger darf beim Aufschlag das Spielfeld nicht berühren, bevor er den Ball gespielt hat. Der Ball wird mit Aufschlag von unten oder oben ins Spiel gebracht. Beim Aufschlag kann das ganze gegnerische Feld angespielt werden. Es gibt nur einen Aufschlagversuch. Bei Netzberührung wird das Spiel fortgesetzt. Wenn der Ball den Boden berührt, ist der Ballwechsel zu Ende. Ein Satz endet mit sechs oder neun Gewinnspielen bei einem Vorsprung von zwei Gewinnspielen, wie im Tennis üblich. Bei 6:6 oder 8:8 tritt die normale Tiebreak-Regelung in Kraft. Es gilt die traditionelle Zählweise mit 15, 30, 40 und Spiel mit einer Einschränkung: Die Zählweise der einzelnen Spiele erfolgt im Modus "no ad", d. h., bei Einstand entscheidet der nächste Ball über den Spielgewinn.

Der Modus

Im Allgemeinen wird im so genannten Doppel-KO-System gespielt, d. h., jeder Spieler muss zweimal verlieren, bevor er ausscheidet. Wer verliert, kommt in die sogenannte Verlierer-Runde und hat dort die Chance, erneut bis ins Endspiel vorzudringen.

© DBTV

 

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