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Esslinger Zeitung, 15. September 2008

Erfolgreiche Titelverteidigung Mit "Paddles" zu Olympia?

Am Rande der nationalen Meisterschaften stellen die Funktionäre die Weichen für die Zukunft der noch jungen Sportart

Filderstadt. Wenn man Beach-Tennis hört, denkt man in erster Linie an Sommer, Sonne und vor allem Sand. Bei den 8. deutschen Beach-Tennis-Meisterschaften im Fildorado war von Sommer und Sonne zwar wenig zu spüren, aber Sand hatten die Spielerinnen und Spieler zur Genüge - auf sechs Feldern ermittelten 140 Teilnehmer die deutschen Meister.

Beach-Tennis ist eine junge Sportart und fand erst 1998 Einzug ins Regelwerk des Deutschen Tennis-Bundes (DTB). Zwei Jahre später wurde Beach-Tennis auch im Württembergischen Landesverband (WTB) aufgenommen. Gerd Hummel, Verbandsbreitensportwart des WTB, gab noch im selben Jahr den Anstoß zu den ersten Beach-Tennis-Turnieren in Deutschland und der 1. Deutschen Meisterschaften, die in Esslingen stattfanden.

Der begeisterte Tennis- und Beach-Tennisspieler organisierte auch in diesem Jahr das "Event" im Fildorado in Filderstadt. Beim Beach-Tennis steht nicht der Sport alleine im Vordergrund, sondern die Veranstaltung als Ganzes. Besonders die musikalische Untermalung spielt eine wichtige Rolle. Trotz des Spaßcharakters ist der sportliche Ehrgeiz durchaus vorhanden, schließlich geht es um deutsche Meistertitel. Bestes Beispiel sind die Titelverteidiger Tim Jogwer und Jan Nottenkämper, die hoch konzentriert auf dem Feld stehen und sich von dem Treiben um sie herum nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die beiden holten sich auch in diesem Jahr wieder den Titel.

Warum Beach-Tennis noch nicht die Popularität von Beach-Volleyball erreicht hat, liegt für Hummel auf der Hand: "Bis jetzt hatte sich der DTB nicht genug um Beach-Tennis gekümmert." Die junge Variante sei nur als Randsportart "mitgelaufen". Das allerdings werde sich laut Hummer in naher Zukunft ändern. "Mittlerweile wurde ein eigener deutscher Beach-Tennis-Verband (DBTV) gegründet. Der DTB ist aufgewacht."

Auch auf internationaler Ebene hat sich einiges getan. Die Internationale Tennis-Federation (ITF) hat sich zum Ziel gesetzt, Beach-Tennis bis 2016 zum Status einer Olympischen Sportart zu verhelfen. Damit auch deutsche Spieler mithalten können, beschlossen die Verantwortlichen des WTB, neben den normalen Tennisschlägern auch so genannte Paddles einzuführen. Diese Schläger dürfen nicht länger als 55 Zentimeter und nicht breiter als 30 Zentimeter sein.

Mit diesen Schlägern wurden die Europameisterschaften gespielt und die führende Beach-Tennis-Nation Italien schlägt ebenfalls damit auf. "Die parallel ausgetragenen Paddles-Turniere sind wichtig, damit die Spieler ein Gefühl für den Schläger bekommen", sagt Hummel und hofft auf ein besseres Abschneiden bei den nächsten internationalen Wettkämpfen. "Bei der EM in Sardinien 2007 hat man gemerkt, dass wir in Deutschland mit normalen Tennisschlägern spielen. Unsere Spieler waren unterlegen." Mit den Paddles wird laut Hummel der Sport auch für die Spieler attraktiver, die nicht aus dem traditionellen Tennissport kommen.

Von Stefanie Dörre, Esslinger Zeitung

 

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